Gemeinsamer Antrag schafft Grundlage für langfristige Schulentwicklungsplanung – Machbarkeitsstudien für die Nikolaus-Obertreis-Schule und die Grundschule Oberlinxweiler
Die CDU-Stadtratsfraktion und der CDU-Stadtverband St. Wendel begrüßen die breite Unterstützung für den gemeinsamen Antrag von CDU, proWND, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zur zukünftigen Entwicklung der Grundschulstandorte in der Kreisstadt. Mit dem Antrag wird die Verwaltung beauftragt, zwei Machbarkeitsstudien zu erarbeiten: Für die Nikolaus-Obertreis-Schule soll die Entwicklung eines neuen Grundschulstandortes mit einem Neubau im Bereich des Klaus-Bouillon-Sportzentrums untersucht werden. Für die Grundschule Oberlinxweiler soll die zukünftige Entwicklung am bestehenden Schulstandort betrachtet werden.
Ziel ist es, auf einer fundierten fachlichen Grundlage die Weichen für eine moderne, leistungsfähige und zukunftsfähige Bildungslandschaft in der Kreisstadt St. Wendel zu stellen.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Sebastian Schorr betont:
„Die Zukunft unserer Grundschulen entscheidet sich nicht für die nächsten zwei oder drei Jahre, sondern für die nächsten Jahrzehnte. Deshalb haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach intensiven Beratungen und vielen Gesprächen sind wir überzeugt, dass wir mit diesem Antrag den richtigen Weg einschlagen: Wir schaffen jetzt die fachliche Grundlage, um unsere Schulstandorte langfristig modern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.“
Dem Antrag sei ein intensiver Beratungsprozess vorausgegangen. „Wir haben innerhalb der CDU und gemeinsam mit unserem Kooperationspartner proWND intensiv um die beste Lösung gerungen. Dabei wurden gefühlt unzählige Varianten diskutiert – von einer gemeinsamen 500-Kinder-Grundschule über unterschiedliche Standortkombinationen bis hin zu möglichen Änderungen der Schulbezirke. Es hat viele Gespräche, zahlreiche Abwägungen und auch unterschiedliche Sichtweisen gegeben. Gerade deshalb ist der nun vorliegende Antrag das Ergebnis eines verantwortungsvollen Entscheidungsprozesses.“
Neben zahlreichen internen Beratungen habe die CDU bewusst frühzeitig den Dialog mit den betroffenen Schulen gesucht. „Wir haben uns mit den Schulleitungen, Elternvertretungen und der Schulgemeinschaft ausgetauscht. Darüber hinaus haben wir als CDU einen eigenen Workshop durchgeführt, um Ideen und Anregungen aufzunehmen. Uns war wichtig, nicht nur über Gebäude zu sprechen, sondern vor allem über die Kinder, die Lehrkräfte und alle, die unsere Schulen täglich mit Leben füllen.“
Im Mittelpunkt des Antrags stehen zwei klar abgegrenzte Untersuchungen.
Für die Nikolaus-Obertreis-Schule soll im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, wie ein moderner Grundschulstandort im Bereich des Klaus-Bouillon-Sportzentrums realisiert werden kann. Dabei sollen innerhalb dieses Bereiches verschiedene Flächen und Standortvarianten untersucht und unter pädagogischen, verkehrlichen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet werden.
Für die Grundschule Oberlinxweiler soll die zukünftige Entwicklung am bestehenden Schulstandort untersucht werden. Die Machbarkeitsstudie soll ergebnisoffen prüfen, ob eine Sanierung, eine Erweiterung oder ein Ersatzneubau die langfristig beste Lösung darstellt. Dabei sollen auch die Anforderungen der Ganztagsbetreuung, die bestehenden Räumlichkeiten sowie mögliche Entwicklungsperspektiven des Standortes berücksichtigt werden.
Besonderen Wert legen die Antragsteller darauf, dass die Schulgemeinschaften während der gesamten Untersuchungen eng eingebunden werden. Schulleitungen, Lehrervertretungen, Elternvertretungen sowie die Verantwortlichen der Nachmittags- und Ganztagsbetreuung sollen ihre Erfahrungen und Anregungen in den Prozess einbringen.
Auch der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Alex Zeyer begrüßt den gemeinsamen Antrag ausdrücklich: „Bildung ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen unserer Stadt. Deshalb freut es mich besonders, dass es gelungen ist, auch über Fraktionsgrenzen hinweg eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Gerade bei einer so langfristigen Entscheidung ist es richtig, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.“
Zeyer betont zugleich die Bedeutung einer vorausschauenden Stadtentwicklung:
„Wir denken Schule und Stadtentwicklung gemeinsam. Eine mögliche Verlagerung der Nikolaus-Obertreis-Schule eröffnet die Chance, den heutigen Schulstandort städtebaulich weiterzuentwickeln – beispielsweise durch die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Gleichzeitig haben wir uns bewusst dafür entschieden, den Standort Annenschule künftig nicht mehr als bevorzugten Schulstandort zu verfolgen. Stattdessen soll dort langfristig Raum für Vereine, Ehrenamt, Gemeinschaftsleben und ergänzende Verwaltungsnutzungen entstehen. Das ist ein Gewinn für die gesamte Stadt.“
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Antrags ist die enge politische Begleitung des Prozesses.
„Uns war wichtig, dass die Untersuchungen zügig beginnen und der Stadtrat nicht erst am Ende des Prozesses eingebunden wird. Deshalb soll die Verwaltung bereits bis Ende dieses Jahres einen ersten Sachstandsbericht mit den bisherigen Erkenntnissen und Entwicklungsperspektiven vorlegen. So können wir die weiteren Schritte eng begleiten und frühzeitig die richtigen Weichen für die Zukunft stellen“, so Sebastian Schorr.
Abschließend unterstreichet Alex Zeyer die Bedeutung des gemeinsamen Vorgehens:
„Der breite gemeinsame Antrag zeigt, dass wir bei zentralen Zukunftsfragen Verantwortung übernehmen und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln können. Mit den Machbarkeitsstudien schaffen wir die Grundlage für moderne Grundschulen, gute Lernbedingungen und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Unsere Kinder verdienen die bestmöglichen Bildungschancen – und genau dafür legen wir heute den Grundstein.“


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