CDU St. Wendel: Vertrag legt Reihenfolge der Entwicklung fest, definiert klare Verpflichtungen und sichert die Interessen der Kreisstadt ab
Der Stadtrat der Kreisstadt St. Wendel hat dem städtebaulichen Vertrag zur weiteren Entwicklung des Missionshausareals zugestimmt. Nach langen und intensiven Verhandlungen ist damit eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des historischen Gebäudekomplexes und des gesamten Areals geschaffen.
Der städtebauliche Vertrag schafft insbesondere Verbindlichkeit für die nächsten Schritte: Er legt die Reihenfolge der Entwicklung fest, definiert konkrete Verpflichtungen der SG Strukturholding GmbH und sichert die Interessen der Kreisstadt vertraglich ab.
Ein wesentlicher Punkt ist dabei die Zukunft des historischen Bestands. Das gemischt genutzte Quartier rund um das Missionshaus soll gegenüber dem eigentlichen Wohngebiet vorrangig entwickelt werden. Damit wird vertraglich abgesichert, dass nicht zunächst das Wohngebiet entwickelt und die Zukunft des Missionshauses auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.
Auch die Themen Hochwasser und Starkregen sind Bestandteil der Vereinbarungen. Die Entwicklung des Areals darf die bestehende Situation nicht verschlechtern. Notwendige Maßnahmen zur Rückhaltung und geordneten Ableitung von Niederschlagswasser sowie weitere Schutzmaßnahmen werden dem Vorhabenträger zur Umsetzung und Finanzierung zugeordnet. Darüber hinaus regelt der Vertrag Verantwortlichkeiten und Kosten unter anderem für wesentliche Teile der Erschließung sowie für erforderliche Umwelt-, Ausgleichs- und Schutzmaßnahmen.
„Nach einem langen Verfahren haben wir jetzt einen Vertrag, der klare Leitplanken für die weitere Entwicklung setzt. Entscheidend ist für uns: Der historische Bestand des Missionshauses bekommt Vorrang und damit eine echte Perspektive. Gleichzeitig sind Verantwortlichkeiten, Fristen und Sicherungsmechanismen klar geregelt. Genau diese Verbindlichkeit war uns während der gesamten Beratungen wichtig“, erklärt Sebastian Schorr MdL, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion St. Wendel.
Der Vorsitzende des CDU Stadtverbandes St. Wendel, Alexander Zeyer, betont die grundsätzliche Bedeutung des Projektes für die Kreisstadt: „Das Missionshaus gehört seit Generationen zu St. Wendel und ist weit mehr als eine Immobilie. Der Status quo kann diesen großen historischen Gebäudekomplex aber nicht dauerhaft erhalten. Deshalb braucht es neue Nutzungen, Investitionen und eine langfristige Perspektive. Wir haben uns über lange Zeit dafür eingesetzt, dass eine tragfähige Gesamtentwicklung möglich wird. Der heutige Beschluss ist dafür ein wichtiger Meilenstein.“
Vorgesehen ist eine gemischte Entwicklung des Areals mit unterschiedlichen Nutzungen in den Bereichen Arbeiten, Bildung, Dienstleistungen, Tourismus und Wohnen. Gleichzeitig soll der historische Bestand erhalten, saniert und neuen Nutzungen zugeführt werden. Bereits seit mehreren Jahren unterstützt die CDU St. Wendel grundsätzlich eine nachhaltige Weiterentwicklung des Missionshausareals.
Mit dem Beschluss des städtebaulichen Vertrages ist das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Während der Vertrag die konkreten Verpflichtungen bei der Umsetzung regelt, schafft der Bebauungsplan den planungsrechtlichen Rahmen. Nach aktuellem Stand soll dieser im Dezember abschließend beraten werden. Der Bebauungsplan legt unter anderem fest, welche Nutzungen möglich sind, wo und in welchem Umfang gebaut werden darf und welche städtebaulichen und ökologischen Vorgaben gelten.
„Bei einem Projekt dieser Größenordnung hätten auch wir uns an manchen Stellen einen schnelleren Verlauf gewünscht. Gleichzeitig gilt: Sorgfalt vor Schnelligkeit. Entscheidend ist, dass die Vereinbarungen belastbar sind und die Interessen unserer Stadt dauerhaft abgesichert werden. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte konsequent weiterzugehen“, so Schorr und Zeyer abschließend.



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