Der Stadtrat der Kreisstadt St. Wendel hat in seiner jüngsten Sitzung die Aufwandsentschädigungen für Führungskräfte und Beauftragte der Freiwilligen Feuerwehr angepasst und erhöht. Grundlage ist die neue Feuerwehr-Entschädigungsverordnung des Saarlandes, die zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist und erstmals verbindliche Mindestbeträge vorgibt.
Die Kreisstadt lag bereits zuvor in vielen Bereichen auf einem hohen Niveau. Mit der jetzigen Anpassung werden die Entschädigungen nicht nur an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst, sondern in weiten Teilen bewusst darüber hinaus erhöht.
Künftig erhält der Wehrführer eine monatliche Aufwandsentschädigung von 397,50 Euro, sein Stellvertreter 198,75 Euro. Für die Löschbezirksführer wird eine gestaffelte Regelung eingeführt, die sich an der Größe der jeweiligen Einheit orientiert. Sie erhalten künftig 170 Euro bei kleineren und 180 Euro bei größeren Löschbezirken. Die stellvertretenden Löschbezirksführer erhalten jeweils die Hälfte dieser Beträge.
Auch die zahlreichen Beauftragtenfunktionen innerhalb der Feuerwehr werden gestärkt. Für Aufgaben in den Bereichen Atemschutz, Ausbildung, Gerätewartung, Funk oder Jugendfeuerwehr wird künftig ein pauschaler Auslagenersatz von rund 85 Euro monatlich gewährt. Weitere Funktionen wie Pressearbeit, Kleiderkammer oder die Vorbereitungsgruppe werden künftig mit rund 75 Euro monatlich berücksichtigt.
Durch die Anpassungen entstehen monatliche Mehrkosten von rund 3.500 Euro. Die Anpassung wird rückwirkend zum 01. Januar 2026 umgesetzt.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Bezahlung, sondern um eine Aufwandsentschädigung für ehrenamtliches Engagement. Die Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommune und lebt gleichzeitig vom freiwilligen Einsatz ihrer Mitglieder. Dieser Einsatz ist unverzichtbar und kann durch Geld allein nicht aufgewogen werden. Die Regelung steht damit auch stellvertretend für den verantwortungsvollen Umgang mit ehrenamtlichem Engagement im Bevölkerungsschutz insgesamt.
Viele Feuerwehrangehörige übernehmen neben dem Einsatzdienst zusätzliche Verantwortung. Sie führen Einheiten, organisieren Ausbildung, kümmern sich um Technik, Nachwuchsarbeit oder Öffentlichkeitsarbeit. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung.
Die Kreisstadt St. Wendel setzt deshalb bewusst ein Zeichen der Wertschätzung für diese besonderen Aufgaben. Gleichzeitig wird auch weiterhin gezielt in eine moderne und sichere Ausstattung der Feuerwehr investiert.
Neben den Anpassungen bei den Entschädigungen hat der Stadtrat auf Antrag der CDU-Stadtratsfraktion auch den Haushaltstitel für Dienst- und Schutzkleidung deutlich erhöht. Statt einer ursprünglich vorgesehenen Absenkung werden nun zusätzliche Mittel bereitgestellt. Der Ansatz steigt um knapp 35.000 Euro auf insgesamt 108.700 Euro.
Damit wird sichergestellt, dass die Einsatzkräfte auch künftig über eine hochwertige und sichere persönliche Ausstattung verfügen.
Alexander Zeyer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes St. Wendel und in seiner Funktion als Beigeordneter auch für den Bereich Feuerwehr zuständig, erklärt: „Unsere Feuerwehr leistet jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt. Viele engagieren sich weit über das normale Maß hinaus und übernehmen zusätzliche Verantwortung. Diese Anpassung ist ein klares Zeichen der Anerkennung für dieses besondere Ehrenamt. Gleichzeitig gilt: Wer andere schützt, muss selbst bestmöglich geschützt sein. Deshalb investieren wir gezielt in eine moderne und sichere Ausstattung.“
Auch der CDU Fraktionsvorsitzende im Stadtrat und Landtagsabgeordnete Sebastian Schorr betont: „Die neuen Regelungen des Landes geben den Rahmen vor. Wir nutzen diesen Spielraum bewusst, um die Leistungen unserer Feuerwehrkräfte angemessen zu würdigen. Gleichzeitig setzen wir mit der Aufstockung bei der Schutzkleidung ein klares Signal: An der Sicherheit unserer Einsatzkräfte darf nicht gespart werden.“



Empfehlen Sie uns!